Bilder und Berichte

Schützengala 2006


    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Schützengala: Ein Erlebnis der besonderen Art!! 

Eine gelungene Dekoration in Blau und Weis und eine aufwendige Licht- und Tontechnik fanden die Gäste der Schützengala 2006 beim Betreten der „Festival Hall“ in Enniger vor. Viele freiwillige Helfer, das Festkomitee und das Vereinswirteehepaar Spitthöver hatten wieder ein mal in vielen Stunden seit Donnerstagmittag ganze Arbeit geleistet. Immer wieder, so auch in diesem Jahr, überraschen sie die Besucher mit einer ideenreichen und  überaus gelungenen Vorbereitung.
Die Gala begann mit dem Einmarsch des Stadtprinzen Thomas I. Hermes mit seinen Adjutanten und dem Elferrat der KG Drubbelnarren aus Ennigerloh, dem Prinzen Georg I. Linnemann und dem Elferrat der Kolpingfamilie sowie dem Einzug von Schützenkaiser Bernhard I. Schräder mit seiner Kaiserin Ute I. und dem Throngefolge.
Schwungvoll begann das Programm, moderiert in bewährter Manier von Michael Middelhove und Gaby Frerig-Liekhues – übrigens zum letzten Mal-, mit dem Auftritt der Jazz-Tanz-Formation „Surprise“ unter Leitung von Christine Kottlarz und Kathrin Schräder. Sie tanzten zur Musik „Oye Boom“ und erhielten schon zu Beginn stürmischen Beifall.

Den „Gala-Report“ der Jungschützen erstatteten Dirk Bleckmann und „Simone“ Seliger dem Publikum. Begebenheiten des vergangenen Jahres aus Enniger wurden humorvoll und auch mit einer Prise schwarzem Humor vorgetragen. So bedauerten sie z.B. die Schließung der Tankstelle von Willi Volking, erinnerten an die wechselvolle „100 % sichere!!!“ Entwicklung ihrer Stammkneipe bei Olaf zu „Tovi´s Trinkhalle“ und berichteten vom wirtschaftlichen Niedergang der Bäckereikette Bäumker. Diese hatte die Schließung der Filiale West (Volking) und Nord (Wittmund) verkraften müssen. Hochdramatisch und „lebensgefährlich“ auch ihre Liveschaltung in das Krisengebiet Wiemstraße; von dort berichtete Daniel Gersmann unter dem „Kanonendonner schwere Feuerwerksböller“ vom Konflikt zwischen dem Großindustriellen Hoppe-Koch und seinem Nachbarn.

Von völliger Ratlosigkeit über den Inhalt ihrer Darbietung zur Schützengala erzählten die Aktiven des Spielmannszuges. Franz Beermann und Matthias Kraskes fragten sich: „Was machen wir nur?“ Rhythmische Übungen zur musikalischen Früherziehung in drei Teilen waren das Ergebnis ihrer intensiven Überlegungen.
Die „Schöne Maid“ , „die Vögelein vom Titicacasee“  und Wolfgang Petry´s „Wahnsinn“ unterstrichen den musikalischen Erfolg ihrer Gedanken. Zwischenzeitlich unterrichteten sie den männlichen Teil des Publikums mit einer gymnastischen Höchstleistung über die Technik: Wie lasse ich einen Drachen steigen!
Mit einem „Kaiserorden“ statt Komiteemütze –„Die hat er schon!“ wurde Kaiser Bernie Schräder durch Gaby und Michael geehrt und eröffnete anschließend mit einem Walzer auf der Bühne den Tanz.

Eine Premiere war der Auftritt der Jazz-Tanz-Formation „Feeling“! Einstudiert von Melanie und Annika Reckmann bewies diese junge Nachwuchsformation: In Enniger wird es in den nächsten Jahren keinen Mangel bei den Tanzgruppen geben. Ihre Choreographie zum Titel „Exited“ begeisterte das Publikum und sie kamen erst nach einer Zugabe (Rhythm is a dancer) von der Showbühne.

„Eigentlich haben wir an dieser Stelle einen Gast eingeladen!“ so Michael Middelhove, „aber der ist nicht gekommen und jetzt sitzen wir ganz nett in der Tinte“.
Schnell war aber Ersatz gefunden, denn ganz „spontan!“ erklärten sich Pfarrer Karl Kemper und Georg Kohlstätte bereit diese Lücke im Programmablauf zu schließen.

Ein Feuerwerk aus Pointen folgte. Lokale Ereignisse wurden treffsicher kommentiert, sei es die versagende Stimme von Stadtprinz Thomas I. (Hemma der Einzige) Hermes, sei es die geschlossene Tankstelle von Willi Volking, sei es der Neid der Vorhelmer auf unseren Prinzen; für alle Probleme hatten Karl Kemper und Georg Kohlstätte Lösungen. Hilfe für Stadtprinz Thomas Hermes kann seine Frau Sybille liefern; in ihrer Apotheke gibt es sicherlich auch etwas für die Stimme. Eine Tankstelle würde Pastor Kemper gerne selber auf dem neu gestalteten Kirchplatz einrichten. Die notwendige Videoüberwachung kann er sich dann schenken, wohnt doch Helmut Berste dann direkt in seiner Nachbarschaft. Analog zur Länge des Maibaumes würden die Vorhelmer auch Jürgen „Empi“ Künne nicht zu ihrem Karnevalsprinzen küren sondern lieber mit Heijo Baxpöhler einen etwas längeren Prinzen kaufen. Auch seine Gewichtsprobleme konnte Karl Kemper vor den scharfen Augen von Georg Kohlstätte nicht verbergen. Seine „Seitenaltäre“ sind aber nicht so gewichtig wie die „Prinzenrolle“ von Stadtprinz Thomas. Ein besonderes Augenmerk richteten die beiden auf den Kaminbrand bei Malermeister Walter Nölle. Aufgrund eines Alarmierungsfehlers rückte die Feuerwehr Ennigerloh-Mitte aus und löschte den Brand obwohl der Brandort lediglich 200 m vom Feuerwehrhaus des Löschzuges Enniger entfernt lag. Und das ausgerechnet bei Walter Nölle, war er doch selber lange Jahre aktives Mitglied im Löschzug Enniger. Der „spontane“ Auftritt der zwei wurde mit Beifallstürmen des Publikums belohnt.

„Zwischen acht und elf!“ hieß der folgende Programmpunkt. In den vergangenen Jahren hatten die acht Herren bereits Höhepunkte gesetzt. Mit ihrem Thema „Aktiv für Enniger“ setzten sie diesmal ein Glanzlicht der besonderen Klasse. Mit Hilfe von Computertechnik und einer Großbildleinwand beleuchteten sie humorvoll und auch kritisch das Dorfgeschehen des vergangenen Jahres. Mit Rudolf Viefhues, ehemaliger Netzwerkmeister der VEW, hätten der Stromausfall im Westmünsterland schnell behoben werden können. Aber, er kann ja nicht überall sein und musste als Vorruheständler in Enniger bleiben. Käse-Helga, ihres Zeichens Infozentrum von Enniger, stellt die Frage: „was darf es sein? und was willst´e wissen?“ Usto Stollberg mit seinem Lebenswerk, dem neuen Dorfbrunnen, hat für ein umstrittenes neues Kunstwerk in Enniger gesorgt. Marion Schmelter, Chefin der Aktion „Aktiv für Enniger“, findet für den Dorfschmuck zu Weihnachten Tannenbäume lediglich im Nachbarort Hoetmar. Willi Volking kümmert sich nach Aufgabe seiner Tankstelle verstärkt um die Aktivitäten des „Stiehl-Motorsäger-Clubs! Marktmeister Christian Westkämper wurde genauso unter die närrische Lupe genommen als auch Kaiser Bernie I. Schräder und auch die lange Vorbereitungszeit auf das närrische Jahr von Stadtprinz Thomas fand man in den Texten und in der Musik wieder. Höhepunkt des Auftrittes war das Lied „Hey Iänniger, du bist weltbekannt!“ nach der Melodie des Kölner Karnevalshits „Hey Kölle“ der Gruppe „De Höhner“.

Bevor die „Alte Beckumer Stadtwache mit Pauken und Trompeten zum Finale auf die Bühne zog konnte die Jazz-Tanz-Formation „Surprise“ mit ihrem zweiten Auftritt das Publikum nochmals begeistern. Mit Tänzen zur Musik „Another Day“ und einer Zugabe zur Melodie „Salta“ konnten sie das Publikum zu Beifallstürmen und „Zugabe!“- Rufen animieren.

Echte Karnevalsstimmung verbreitete dann die „Alte Stadtwache Beckum“ mit ihrem Auftritt. Bekannte Karnevalsschlager und Schunkellieder gehörten zu ihrem Repertoire. Die Besucher waren auch von Tanz des Funkenmariechens und der Garde begeistert.
Alle Akteure waren dann zum großen Finale nochmals auf die Bühne gerufen. Die „Alte Beckumer Stadtwache“ untermalte das Finale mit ihrer Musik.

Ein besonderen Dank galt am Ende des Programms den beiden Moderatoren; 10 Jahre hatten Gaby und Michael die Moderation der Schützengala souverän im wahrsten Sinne des Wortes „über die Bühne“ gebracht. Im kommenden Jahr wird ein neues Team diese Aufgabe übernehmen.
Nach einer kurzen Umbaupause, die Bühne wurde abgebaut um die darunter liegende Tanzfläche frei zu legen, sorge die Band „Törn on“ noch einige Stunden für Stimmung und Tanzmusik in der Halle.

Es war wieder ein mal eine überaus gelungene Veranstaltung mit einem toll mitmachenden und restlos zufriedenen Publikum. Man kann sich schon auf die Schützengala 2007 freuen!