Sportschützen

Chronic der Sportschützen „Treffer ´91“ Enniger e.V.

Als selbstständige Abteilung der Schützenbruderschaft am 25. März 1991 gegründet vertreten die Sportschützen „Treffer ´91“ Enniger e.V. mit ihren 84 Mitgliedern den schießsportlichen Teil des Schützenwesens in Enniger. Die Gründung wurde bereits im Jahr 1989 vom damaligen Vorsitzenden der Schützenbruderschaft Rudolf Fissahn angedacht. Schießsport war schon immer Bestandteil der Aktivitäten der Schützenbruderschaft. Bereits 1924 hatte sich ein Schützenclub Enniger gegründet um unter der Leitung von August Rövekamp auf der Schießanlage des Kriegervereins Enniger in der Bauerschaft Pöling sportliches Schießen zu betreiben. Leider war diese Initiative nur von kurzer Dauer, denn die Schießhalle wurde im Juli 1924 an den Landwirt Schütte verkauft. Auch in der seit 1929 bestehenden Schützenbruderschaft war der Schießsport nicht unbekannt. Schießriegen der Schützenkameradschaft Enniger waren in der Zeit des Nationalsozialismus zu Schießwettkämpfen aufgerufen und nach der Wiedergründung der Schützenbruderschaft war das Pokalschießen seit Januar 1952 fester Bestandteil im Jahresprogramm der Bruderschaft.

Die Idee einer eigenen Schießanlage war daher nur eine logische Konsequenz aus den bisherigen sportlichen Ambitionen der Schützen in Enniger. Zusammen mit den Verantwortlichen der Stadt Ennigerloh und der Bezirksregierung in Münster konnte man die Finanzierung einer 50 m KK- Schießanlage mit 10 Bahnen sichern. Schnell fand man auch ein Baugelände im von der Stadt Ennigerloh geplanten „Sportpark Balhorn“ in der Nähe des Hofes Avermiddig nordwestlich von Enniger. Vom Landwirt Theo Thiemann konnte ein Grundstück in Erbpacht übernommen werden.

Baubeginn der vereinseigenen Anlage und des dazugehörenden Clubheimes war am 11. Juli 1991, Richtfest am 21. März 1992 und die Fertigstellung wurde mit einem großen Tag der offenen Tür am 9. und 10 Juni 1993 gefeiert. Mit besonderem Stolz konnten die Mitglieder im Oktober 2001 nach nur 10 Jahren die letzte Rate der Finanzierung zahlen und die Schießanlage schuldenfrei gestalten.

Am 31. August 1993 nahmen die Mitglieder den Trainingsbetrieb auf 5 KK- und 4 LG- Bahnen auf. Dort wird zu regelmäßigen Trainingszeiten dienstags von 18.oo bis 22.oo Uhr und 14-tägig sonntags in jeder geraden Woche von 17.oo bis 19.oo Uhr in den Disziplinen KK, 50 m und LG 10 m sportlich geschossen. Bei Bedarf kann auch noch eine Trainingszeit donnerstags von 19.oo bis 22.oo Uhr genutzt werden.

Dank eines engagierten Vorstandes konnten bereits nach kurzer Zeit mehrere vereinseigene Waffen und entspr. Equipment angeschafft werden um die Trainingsbedingungen zu verbessern. Die Entwicklung im Schießsport sowie die Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen machten schnell die Umstrukturierung der Schießanlage notwendig. Zur Sicherung einer geeigneten Jugendarbeit wurde der Luftgewehrbereich auf 6 Bahnen erweitert; eine der fünf KK- Bahn wurde variabel gestaltet.

Zur Zeit planen die Sportschützen die Umgestaltung der 6 LG- Stände. Sie sollen winterfest gemachte werden um auch in der kalten Jahreszeit einen optimalen Trainingsbetrieb zu gewährleisten. Dazu sind Baumaßnahmen auf dem Schützenstand und den Schießbahnen notwendig.

Die erste Vereinsmeisterschaft wurde im Febr./März 1994 ausgetragen und die Meister auf einer Feier am 2. April 1994 geehrt. Neben dem Meisterpokal werden ihre Namen seit der Zeit auf einer Ehrentafel im Clubheim angebracht.

Um eine qualifizierte Nachwuchsarbeit zu leisten und ein fundiertes Training anbieten zu können, sorgten die Verantwortlichen im Vorstand der Sportschützen von Anfang an dafür, dass Mitglieder der Sportschützen entsprechende Lizenzen des Westfälischen Schützenbundes erwerben konnten. Dazu wurden Lehrgänge zum Schießsportleiter des WSB belegt um derartige Lizenzen zu erwerben. Insgesamt hat der Verein heute 7 Schießsportleiter, 6 Mitglieder mit einer Jugendbasislizenz und mehrere Aufsichberechtigte in seinen Reihen. Auch unter den seit 2004 erheblich verschärften Bedingungen des Waffenrechtes ist so ein optimales und rechtlich abgesichertes Training langfristig gesichert.

In Laufe der Zeit konnten die Leistungen der Schützinnen und Schützen aufgrund der guten Trainingsbedingungen deutlich verbessert werden. In den wenigen Jahren ihres Bestehens haben die Mitglieder bereits eine große Anzahl von Erfolgen erzielen können. Das Ergebnis der Bemühungen sind eine große Anzahl bei vielen Wettkämpfen, Pokalschießen und Meisterschaften errungene Mannschaftspokale, Siegertrophäen und Urkunden. Sie zieren das Clubheim oder sind in der Vitrine untergebracht. Besonders die Damen haben großen Anteil am Erfolg der sportlichen Aktivitäten. Neben Peter Breucksch, Dieter Stuckmann, Thorsten Rüschenbeck, Ferdi Heuckmann bei den Herren sind bei den Damen
Irmgard Wösthoff, Hildegard Bendrick, Brigitte Middelhove, Spohia Schwarte und Mathilde Fröchte die Leistungsträger.
Für die Jugendarbeit steht ein Team von vier Sport- und Jugendwarten zur Verfügung. Zur Verbesserung der Leistungen arbeiten die Sportschützen kooperativ mit den Vereinen aus Ostenfelde, Ennigerloh und Altenfelde zusammen.
Neben vielen Einzeltiteln war der größte bisherige sportliche Erfolg der Gewinn des Kreispokals im Ligawettbewerb LG frei des Schützenkreises Beckum in der Saison 1999/2000. Bei den Einzelwettbewerben konnte Thorsten Stuckmann am 10. Oktober 1998 in Minden die Würde des Landesjugendkönigs des Westfälischen Schützenbundes erringen. Zuvor war er bereits Kreisjugendkönig des Schützenkreises Beckum geworden. Bester Schütze aus Reihen des Vereins ist bisher Petar Prasnicki. Er nahm in der Disziplin Armbrust an den Deutschen Meisterschaften 2003 teil und belegte dort den 11. Platz. Zuvor hatte er bereits an Auswahllehrgängen zur Nationalmannschaft in dieser Disziplin teilgenommen.
Die Sportschützen werden von einem eigenen, unabhängigen Vorstand geleitet welcher nach den Grundsätzen eines Sportvereins strukturiert ist:

1. Vorsitzender:

Rudolf Viefhues

2. Vorsitzender:

Arnold Kottenstedde

Geschäftsführerin:

Sophia Schwarte

Kassierer:

Ferdi Heuckmann

1. Sportleiter:

Hubert Wösthoff

2. Sportleiter:

Heiner Tigges

1. Jugendleiter:

Peter Breuksch
2. Jugendleiter: Hildegard Bendrick

Frauenbeauftragte:

Irmgard Wösthoff
Baubeauftragter: Martin Sturm
Beisitzer: Klaus Schlüchtermann

 

Mitglieder der Sportschützen „Treffer ´91“ Enniger haben auch über den Ort hinaus Aufgaben innerhalb der Sportorganisationen z.B. im Schützenkreis Beckum und im Westfälischen Schützenbund übernommen.

Alljährlich am letzten Wochenende im September stellen sich die Sportschützen „Treffer ´91“ mit einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vor. Hier besteht für die interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit, „Schießsport hautnah“ zu erleben und auch selber mal zu probieren. In jedem Jahr werden mehrere Pokalwettbewerbe für die Besucher und die Mitglieder an diesem Tag durchgeführt. Auch wird in jedem Jahr ein besonderes Highlight angeboten; so konnten die Besucher bereits den Mannschaftsweltmeister Florian Runte beobachten, mit einem elektronischen Luftgeweht computerunterstützt trainieren oder sich über den Bogensport informieren. Selbstverständlich kommt auch der gemütliche Teil an einem solchen Tag nicht zu kurz.

Für die Schützenbruderschaft richten die Sportschützen in jedem Frühjahr seit dem 23. Juni 1996 das Kompaniepokalschießen aus.

Auch für alle anderen Vereine in Enniger bieten sie jährlich im November eine sehr beliebte Veranstaltung an: auf Initiative von Anton Beermann findet seit dem 9. November 1996 ein Schießen um den Dorfvereinspokal statt. Hierzu werden alle Vereine und Verbände in Enniger eingeladen. Dieser Wettbewerb erfreut sich großer Beliebtheit; jährlich nehmen etwa 15 bis 18 Mannschaften mit bis zu 90 Schützinnen und Schützen an diesem Wettbewerb teil.